Über meine Tiere
Es begann mit der berühmten Erblast, für die man ja nichts kann —
und wurde für meine Famlie wohl auch so manches Mal zur Belastung…..
Im Großeltern/Eltern Haus waren immer Hunde: KH-Dackel, Bernhardiner, Boxer, Foxterrier, Pudel, Schnauzer und Pferde: Rennpferde (eigene Rennbahn)
Nachdem ich ausreichend tierische Erfahrung gesammelt hatte begann ich im Alter von 7 Jahren mit der Zucht von Japanischen Tanzmäusen, die ich sehr erfolgreich betrieb. Ich erweiterte den Zuchtbetieb, nahm Meerschweinchen dazu…..
Während meiner Internatszeit mußte ich mich leider ein wenig einschränken, hörte aber nie auf mich für die Tierhaltung und Zucht zu interessieren.
Außerdem startete ich als 10jährige, in der Schule, eine Aufzuchtstelle für verwaiste Tiere aller Art. (von der Maus über den Hund und das Schwein bis zum Lama und viele Tiere mehr)
Endlich, nach der Ausbildung, verdiente ich selber — vom ersten Geld kaufte ich meinen ersten eigenen Dalmatiner Cohn vom Weyerbach “Mel” (03.08.1969, ÖHZB/Da 372). Wir besuchten recht erfolgreich so manche Ausstellung. Beim Abrichten war er keine Leuchte, er wollte überhaupt sein Leben lang nur mein guter Hund sein, was er ja auch wirklich war.
Drei Jahre später holte ich aus der Veitsch Dina vom Karoluskreuz “Wei” (18.03.1972, ÖHZB/Da 520). Sie war eine sehr charaktervolle Dame, die viele Pokale auf den Ausstellungen im In- und Ausland einheimste. Am Abrichteplatz zeigte sich ihre Arbeitsfreude und auch ihr starkes Wesen.
Mein erster Hundewurf (Dalmatiner) fiel 1975. Gleichzeitig zog ich zwei verwaiste Dobermannwelpen auf. Insgesamt habe ich zwei Würfe mit Wei gemacht (A- und B-Wurf von der Villa Justi).
Und da waren auch noch “Schnick”, der KH-Dackel, “Kiki”, ein sprechfauler Wellensittich, “Sepi” und “Oki”, Rosetten- und Angora Meerschweinchen, “Mampfi”, “Beißi” und “Herr Blasius” (der eigentlich ne Frau Blasius war), die Goldhamster.
Im Lauf der Zeit wurden die Kleintiere weniger, dafür kam die schwarze Katze “Tischuha” zu mir.
Hansi, ein von der Mutter verstoßenes Schaf, lebte inzwischen auch bei mir und mutierte zum Hund.
Damit mir die Umsiedlung von Wien nach Burgau leichter wurde, schenkte mir mein Mann KH-Dackel “Löwe” aus dem Zwinger Löwe von Aspern. Ein unvorschriftsmäßg fahrender Tankwagenchauffeur nahm sie mir mit nur 7 Monaten.
Ich holte Detta vom Vomperbach “Burgi” (30.05.1997, ÖHZB/KD 6084), eines ihrer Kinder blieb im Haus – Emeli von der Villa Justi (07.07.1981, ÖHZB/KD 6221), aber auch sie kam mit nur 8 Monaten bei einem Unfall ums Leben.
Aus dem H-Wurf von Burgi behielt ich Hetty von der Villa Justi (10.03.1986, ÖHZB/KD 6557), die nicht nur sehr schön war, was die Bewertungen an Ausstellungen zeigten, sondern mir in mehreren Würfen auch ausgezeichnete Welpen brachte.
Von Burgis Enkerl/ Hettys Tochter behielt ich Justi von der Villa Justi (07.07.1989, ÖHZB/KD 6806) bei mir. Sie war ein Einzelkind und ich wollte nicht das Risiko eingehen, daß auch sie nur einen einzigen Welpen bekommt und deshalb womöglich Schaden erleidet. Also setzte ich sie nie in der Zucht ein. Sie besuchte Ausstellungen und erzielte tolle Bewertungen, Später genoß sie die Rolle der Altvorderen und spielte trotz ihrer Winzigkeit die Hauptrolle. Als Justi im März 2001 plötzlich an einen Herzversagen starb war meine Trauer um sie unendlich.
Zwischen den Hundewürfen – jedes Jahr höchstens einen, mit zweijährigen Wurfpausen und mit jeder Hündin höchstens drei in ihrem Leben —
— bekam ich drei zweibeinige “Würfe” – Georg (06.11.1976), Philip (12.05.1979) und Sophie (30.11.1982). Als Züchterin ist die vorausschauende Planung, das exakte Timing und die optimalen Voraussetzungen von großer Wichtigkeit.*ggg*
Von Wei (Dalmi) hat mein Mann eine Hündin gekauft (so lernten wir uns kennen). Adora von der Villa Justi “Agi” (19.07.1975, ÖHZB/Da 868) hatte drei Würfe. Gerne hätte ich mir eine ihrer Töchter behalten, aber aus irgend einem Grund waren immer die Hündinnen sehr gefragt und keine blieb für mich.
So suchte ich 6 Jahre nach einer Hündin, die aus einer braun-schwarzen Verpaarung stammt, weil mein Herz eigentlich für die braunen Dalmis schlägt.
1999 fand ich in Aysha von Ruebisbach (weiß-schwarz) eine Hündin, die mich stark beeindruckte. Sie wurde mit Amigo von Witthoh (weiß-braun) verpaart und es gelang mir einen weiblichen Welpen aus dieser Verpaarung zu kaufen.
Meine “Joyce” !!! Mit richtigem Namen heißt sie Fajum-Joyce vom Haslenriet, (10.03.1990, ÖHZB/Da 1470). Sie ist so bezaubernd wie ein Prinzesserl, so grazil wie ein Modell, so sanft wie Samt und Seide und so einfühlsam wie es kein Mensch sein kann.
Sie ging an den Ausstellungen von Sieg zu Sieg, bis sie mit knapp zwei Jahren von einem Auto überrollt wurde. Seither hat sie einen “Höcker” an der linken Hüfte (Stahlplatte mit drei riesigen Nägeln) und die Richter nebst dem grausamen Publikum haben dies in ihrer Bewertung zum Ausdruck gebracht. (Steht das im Rassestandard? Ist das vererblich?)
Joyce hatte zweimal Welpen (M- und O-Wurf von der Villa Justi). Die Geburten waren beschwerlich und so ließ ich sie beim zweiten Wurf (Kaiserschnitt) kastrieren.
Joyce ist inzwischen 14 1/2 Jahre jung geworden und ist rundum gesund und munter – ich hoffe sie wird steinalt werden…..
Im Haushalt lebten neben den 5-7 Hunden auch immer ein bis zwei Katzen. Der rote Kater “Floh” kam verfloht, krank und verletzt zu uns. Er hat mit stoischer Ruhe alle hauseigenen Tiere akzeptiert, fand sich mit all den Ferienhunden ab und diente den jeweiligen Welpen als Sparringpartner. Selbst als er schwer erkrankte, Diät essen musste und ich ihm täglich ein Spritzerl setzte, wurde er nie ungeduldig. Leider ist Floh vor einigen Monaten verstorben.
Die Kinder hatten natürlich auch Meerschweinchen, Hamster, Hasen und Ratten. Mit mehr oder weniger mütterlicher Unterstützung wurden sie gehegt und gepflegt.
Als Überraschung (ich liebe die intelligenten Schweine) wurden mir zwei Mangalitza Schweine geschenkt. Elli und Daisy, sie machten mir viel Spaß und Ärger und ihre zahlreichen Kinder schafften es das ganze Grundstück umzugraben.
Unter dem Weihnachtsbaum saßen auch mal zwei Enten, “Mamschi” und “Enti”, was meiner Schwiegermutter starke Wörter der Empörung entlockte.
Das humorvolle Frettchen “GusGus”, sorgte bereits bei seinem Einzug (am Heiligen Abend) für das totale Familienchaos. Da es in meinem Kleiderschrank zu wohnen wünschte und einen Tortenuntersatz zu seiner seiner Toilette machte schaffte ich es auch den Bekanntenkreis zum Kopfschütteln zu bringen.
Eine Hasen-, Enten- und Gänsezucht sollte eigentlich das Haushaltsbudget entlasten, aber es fand sich niemand, der die Tiere schlachten wollte. Gegessen hätten wir wohl kaum eine “Gretel”, einen “Jumper” oder den “Muckel”. Die Zucht von Ziergänsen stellte mich dann nicht mehr vor dieses Problem. Meine Graugänse und Canadagänse wilderten sich im Laufe der Zeit selbst aus, wenn sie auf ihren Rundflügen nicht von Jägern als besondere Jagdbeute heimgetragen wurden.
Was die Jäger nicht schafften, das erledigte im Winter der Fuchs. Als er auch meinen geliebten, fast 17 jährigen “Gustl” holte, war der Frust und die Trauer so groß, daß ich bis jetzt keinen Nachfolger für Gustl haben möchte.
Ich versuchte mich auch in der Zucht von Gesangs-Kanari. Meine zu tiefe Stimme ist wohl nicht melodiös genug – diese Biester lernten alles, nur nicht singen. Auch das Dazusetzen eines Stiglitz war nicht erfolgreich – er verlernte das Singen. Ein begeisterter Vogelfreund wollte frisches Blut in seiner Zucht und so übersiedelten 14 wunderschöne, arbeitsintesive und nichtsingende Knarienvogerl ins Burgenlad.
Wer so viele Tiere hat, dem werden noch mehr gebracht…
Meerschweinchen, Chinesische Nachtigallen, Zwerpapageien, Hühner und Perlhühner, Angora- und Zwerghasen, Chinchilla, Katzen, Hunde, Ziegen, Schafe, Esel, Pferde
Einige gingen wieder, die meisten blieben bei mir.
Zur Arbeit an den Schafen wurde Border Collie Jessica of Irish Home “Jessy” (07.11.1984, ÖHZB/BrdC 33) gebraucht. Sie war eine workaholikerin und entwickelte ihre eigene Arbeitsmethode. Ein Wurf war ihr genug, sie fand diese Welpenwirtschaft langweilig und außerdem konnte sie ihre kids einfach nicht mit dem “strong eye” in Zaum halten. Mit zunehmenden Alter verlegte sie ihren Arbeitsbereich in die Lamakoppel und vor den Chinchillakäfig.
Zu meinen Dalmis, Dackeln und dem Border Collie gesellte sich eine italiensiche Hirtenhündin = Maremmano Abruzzese, Dana “Mara” (23.10.1988, ÖHZB/MAA 14), die die gesamte zwei- und vierbeinige Famile in echt italiensicher Mami-Manier betreute und beschützte. Sie wärmte verwaiste Lämmer, betreute wilde Katzenkinder und versuchte jeden Hundewurf an sich zu reißen. Mara hatte zwei eigene Würfe (L- und N-Wurf von der Villa Justi) und war zeitlebens der ruhende Pol im wirbeligen Haushalt.
Der Zufall wollte es, daß ich mir im Jahr 1994 endlich einen langehegten Wunsch erfüllen konnte. Meine ersten zwei Lamastuten Aina und Rica.
Langsam werde auch ich ruhiger und versuche mich selber immer wieder zu überzeugen, daß ich besser weniger Tiere haben sollte. Der Wille steht für die Tat.
es geht weiter….
Tja, es ist auch wirklich weitergegangen – wär ja nicht ich….


